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5. April 2021

Ursprünglich veröffentlicht in Strategic CFO

Was sind die wichtigsten Methoden, mit denen CFOs Unternehmensübernahmen unterstützen können?
CFOs sollten strategische Partner für ihren CEO sein, ganz gleich, ob es darum geht, Chancen zu identifizieren und Risiken einer möglichen Akquisition zu analysieren, eine vollständige Finanzanalyse durchzuführen, eine finanzielle Transaktion zu strukturieren oder zu bestimmen, wie wertsteigernd sie sein wird – sie stellen so sicher, dass jede Übernahme für ihre Organisation positiv abläuft. CFOs spielen auch eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Finanzierung einer Akquisition zu sichern.

Doch das wichtigste Betätigungsfeld von CFOs bei einer Akquisition ist die Integration, die unerlässlich für eine erfolgreiche Wertschöpfung ist. Es müssen die Synergien genutzt werden, die durch eine Transaktion entstehen, und dazu müssen Bereiche identifiziert werden, in denen dies möglich ist. Mitarbeitende mit den richtigen Fähigkeiten müssen in ein funktionsübergreifendes Team integriert werden und um sie herum muss ein Maßnahmenplan aufgestellt werden.

Man kann Synergien fördern, indem man die Verdoppelung der Beteiligten und weitere Redundanzen vermeidet und Effizienz durch Skalierung erzielt. So kann ein Unternehmen ebenfalls Einsparungen beim Einkauf im IT-Bereich erzielen. Ein CFO spielt auch eine Rolle bei der Überwachung bewährter Praktiken auf der operativen Seite während der Integration, wodurch die operative Effizienz gesteigert wird. All diese Aspekte fördern die Wertschöpfung durch eine Akquisition.

Als CFO sind Sie an den Mentoring- und Coaching-Programmen Ihres Unternehmens beteiligt. Wieso sollten CFOs daran teilnehmen?
Es ist wichtig, vielversprechenden Talenten als Teil einer soliden Nachfolgeplanung die richtigen Karrierechancen zu bieten. CFOs müssen wie andere Führungskräfte in einem Unternehmen dafür sorgen, dass wir gut ausgebildete Personen mit beruflichen Fähigkeiten und Soft Skills fördern, um das Unternehmen gut für die Zukunft aufzustellen.

Sie sind ein großer Freund davon, Nachhaltigkeit und Zielsetzung mit GuV zu verbinden. Wie können CFOs dies unabhängig von der jeweiligen Branche tun?
Für uns ist Nachhaltigkeit kein nettes Extra – sie ist ein Muss. Als weltweit größter Aluminium-Recycler verdienen wir damit unser Geld. Da immer mehr Branchen das Augenmerk auf Nachhaltigkeit entlang ihrer Lieferkette legen, wird endlos recycelbares Aluminium als geeignete Möglichkeit betrachtet, das Recycling weiter auszubauen und CO2-Emissionen zu senken.

Meine Rolle bei der Verbindung von Nachhaltigkeit und GuV ist es, die Finanzierung von Investitionen in Recycling zu bestimmen. Wir haben etwa 700 Millionen US-Dollar in das Recycling investiert. Wenn wir diese Investitionen tätigen, ist es wichtig, die gesamte Infrastruktur wie den Recyclingkreislauf mit Automobilherstellern auf die Beine zu stellen, um zu garantieren, dass die recycelten Materialien in der Lieferkette bleiben. Zudem müssen ein Lieferantennetzwerk und Beziehungen neben der Logistik aufgebaut werden, um recyceltes Material zu sammeln und Menschen einzustellen, die etwas vom Recyclinggeschäft verstehen.

CFOs sollten unabhängig von der Branche immer Möglichkeiten finden, um Nachhaltigkeit und Zielsetzung mit GuV zu verbinden. Es reicht nicht mehr, dass Unternehmen eine positive Bilanz vorlegen. Wir müssen auch unser Engagement für Nachhaltigkeit und Zielsetzung zeigen, da so viele potenzielle Mitarbeitende in einem sozial verantwortlichen Unternehmen arbeiten möchten. Doch wir müssen es so machen, dass Investoren sehen, dass ein strategisches Element hinter der Nachhaltigkeit steckt und sie bei richtiger Ausführung nicht ein Lockvogel ist, sondern eine potenzielle neue Einnahmequelle. Ein nachhaltigerer Betrieb ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Bilanz.

Sie sind Vorstandsmitglied der National Association of Manufacturers — wie können Finanzexperten sich in solchen Organisationen einbringen?
Ich denke, in einer Position wie der des CFO hat man einen guten Überblick über die Organisation. Man hat einen Überblick über jeden Geschäftszweig, man versteht, welche Politik angewendet werden muss – das geht von den Löhnen über Steuern bis hin zu Anreizen. Man sieht auch leicht, ob es Hindernisse gibt, und was eine Verbesserung darstellen würde.

Durch diese Übersicht können Finanzexperten im Vorstand von Industrieverbänden Mitgliedsunternehmen darüber informieren und beraten, was ihnen bei der Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten und der Erzielung einer höheren Produktivität in ihrer Branche helfen könnte. So kann wiederum die Konkurrenzfähigkeit der Branche deutlich gestärkt werden.

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